Gemeinsam gegen den Mähtod
Im Mai und Juni werden Rehkitze geboren – genau in der Zeit, in der vielerorts die erste Wiesenmahd ansteht. Für die jungen Tiere können Wiesen dadurch zur tödlichen Gefahr werden.
Jäger und Landwirte arbeiten deshalb zusammen, um die Flächen vor der Mahd abzusuchen. Wärmebilddrohnen machen dabei auch im hohen Gras versteckte Rehkitze sichtbar.
Über 30 Rehkitze wurden 2022 im Hegering Hohenfels bei einer gemeinsamen Rettungsaktion vor der Mahd bewahrt.

So funktioniert die Kitzrettung
VORBEREITEN
Mahd wird angekündigt.
Der Landwirt informiert den Jäger rechtzeitig über den geplanten Mähtermin.
ABSUCHEN
Wiese mit Wärmebilddrohne absuchen.
In den frühen Morgenstunden lassen sich die Tiere aufgrund des Temperaturunterschieds besonders gut erkennen.
SICHERN
Rehkitz vorsichtig bergen.
Wird ein Kitz gefunden, wird es unterhalb der Drohne vorsichtig aus der Wiese genommen und vorübergehend gesichert.
FREILASSEN
Nach der Mahd zurück ins Revier.
Nach Abschluss der Mahd wird das Kitz wieder in der Nähe des Fundortes freigelassen. Im Hohenfelser Beispiel fand die Ricke ihr Kitz bereits nach wenigen Minuten wieder.

Ein Morgen im Hegering Hohenfels
Rehkitzrettung mit Wärmebilddrohne
Wenn im Frühjahr die ersten Wiesen gemäht werden, beginnt für viele Rehkitze eine gefährliche Zeit. Die Tiere werden von ihren Müttern im hohen Gras abgelegt und bleiben dort instinktiv liegen – auch wenn sich eine Mähmaschine nähert.
Im Hegering Hohenfels arbeiten Jäger und Landwirte deshalb gemeinsam daran, die Wiesen vor der Mahd abzusuchen. Eine Wärmebilddrohne hilft dabei, die kleinen Tiere auch im hohen Gras zuverlässig aufzuspüren.
Wird ein Rehkitz entdeckt, wird es vorsichtig aus der Wiese genommen und während der Mahd sicher verwahrt. Anschließend wird es wieder in der Nähe des Fundortes freigelassen.
Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Wenn moderne Technik, engagierte Jäger und verantwortungsbewusste Landwirte zusammenarbeiten, können Leben gerettet und Tierleid verhindert werden.